Bündnis der Stadtwerke mit dem Handwerk"; hier: Antrag
Antragsteller: Weinsheimer
Antrag vom 30.7. 2001
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
im Informationsbrief 4/2001 des Bayerischen Städtetags steht ein Bericht zu lesen mit der Überschrift "Erlanger Stadtwerke schließen Bündnis mit den Handwerk". Im Text heißt es:
"Die Erlanger Stadtwerke haben ein wegweisendes Gemeinschaftsunternehmen mit zehn örtlichen Handwerksbetrieben aus dem Bereich Sanitär- und Heizungstechnik gegründet. Die neue Gesellschaft trägt der (...) veränderten Wettbewerbssituation Rechnung. Sie kann als Zukunftsmodell für die vom Bayer. Städtetag erwünschten Zusammenarbeit zwischen Stadtwerken und Handwerk gelten.
Die neu gegründete Energiedienste Erlangen GmbH trägt den Kundenwünschen nach sog. Komplettlösungen aus einer Hand Rechnung. Hauptaufgabengebiet der Gesellschaft sind die Geschäftsfelder ´Wärme-Contracting´ und ´Energiedienstleistung´.
In dem Bericht wird nicht verschwiegen, dass es insbesondere seitens des Bayer. Handwerksverbandes noch Widerstände gegen eine solche Zusammenarbeit gibt. Andererseits befürwortet der Städtetag die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken und dem Handwerk.
Das Erlanger Modell kann allerdings zeigen, dass die Situation vor Ort oftmals anders beurteilt wird als auf Verbandsebene. Zu Recht wird in den genannten Artikel argumentiert: "Die Gefahren für das Handwerk gehen nicht von den Stadtwerken aus, sondern von der Globalisierung und den damit verbundenen Monopolen.
Gewinner einer Kooperation zwischen Stadtwerken und Handwerk sind neben den beteiligten Unternehmen vor allem die Bürger. Sie können weiter auf konkrete Partner zurückgreifen und sind nicht anonymen Verwaltungen von weltweit operierenden Großkonzernen ausgeliefert."
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, namens der überparteilich-freien Stadtrats-fraktion bitte ich um eine grundsätzliche Stellungnahme der Stadtwerke in der nächsten Sitzung des Aufsichtsrates. Wir erwarten von dieser Stellungnahme Aufschluss darüber, ob ein ähnliches Vorgehen wie in Erlangen auch in Bamberg sinnvoll erscheint.
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