freie Wähler in Bamberg

 Anträge und Anfragen

Einsatz von Omnibussen mit Brennstoffzellentechnologie in Bamberg; hier Anfrage

Antragsteller: Weinsheimer

Antrag vom 29.6. 2001

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die überparteilich-freie Fraktion hat sich in den vergangenen Jahren wiederholt dafür eingesetzt, dass die Stadtwerke Bamberg - Verkehrs- und Park-GmbH für einen möglichen Einsatz von Omnibussen mit Brennstoffzellentechnologie auf dem Laufenden bleiben.

Wir wissen, dass die Stadtwerke nicht in der Lage sind, einen aktiven Beitrag zur Entwicklung dieser neuen - zur Zeit noch kostenträchtigen - Technologie leisten zu können. Es steht aber außer Zweifel, dass diese neue Technologie für unsere Stadt hochinteressant ist und die Altsstadt des Weltkulturerbes Bamberg für den Einsatz dieser extrem umweltfreundlichen Technologie interessant sein kann. Ein mit der Brennstoffzellentechnologie ausgerüsteter Bus fährt fast lautlos und dampft als "Abgas" nur reines Wasser aus (weil Wasserstoff der Energieträger ist).

Die Stadtwerke sollten sich rechtzeitig um den Einsatz solcher Busse in unserer Stadt bemühen. In der Aufsichtsratssitzung der Verkehrs- und Park-GmbH am 8. März des Jahres hat unsere Fraktion darauf aufmerksam gemacht, dass in Erlangen ein Brennstoffzellenbus zum Testlauf fährt. Inzwischen kann insbesondere in der Fachpresse gelesen werden, dass verschiedene Omnibushersteller in mehreren Städten (z.B. auch Mannheim und Stuttgart) solche Busse zum Einsatz gebracht haben.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, wir halten die Zeit für reif, dass die Leitung der Stadtwerke nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Aufsichtsgremium und insbesondere die Öffentlichkeit konkret über den möglichen Einsatz von Brennstoffzellen-Bussen in Bamberg informiert. Dazu gehört der Stand der Technik, die bisherigen Erfahrungen anderer Städte, die Kostenperspektive, der wahrscheinliche Zeitraum und die Möglichkeit z. B. auch einen Testbus in Bamberg fahren zu lassen.

Wir bitten den Mitgliedern des Aufsichtsrates der Verkehrs- und Park-GmbH und - wenn rechtlich möglich - den Sprechern des städtischen Umweltsenates einen schriftlichen Sachstandsbericht zukommen zu lassen.