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Kein Taxi für RollstuhlfahrerSelbsthilfegruppen besuchen ÜBG-Fraktionvgl. FT vom 24.3.01 Warum gibt es in Bamberg kein behindertengerechtes Taxi? Diese Frage stellte man sich bei der überparteilich-freien Fraktion im Bamberger Stadtrat. Anlass war ein Gedankenaustausch mit der Arbeitsgemeinschaft Bamberger Selbsthilfegruppen, die bei der ÜBG-FW-Fraktion zu Besuch war. Kernanliegen des Gesprächs war die kommunale Aufgabe, im öffentlichen Bereich die Mobilität der Betroffenen zu verbessern und für einen Abbau von Barrieren zu sorgen. Als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft (AG) waren die Vorsitzende, Frau Sturm-Heidler, für die Rheuma-Liga Frau Reiser, für den Körperbehinderten e.V. Herr Brahmann und für die Schlaganfall-Gruppe Frau Göller erschienen. Die Gäste stellten zunächst ihr umfangreiches Engagement im Bereich der Selbsthilfe dar. Zur Zeit setze man sich für die Beschaffung einer mobilen, barrierefreien Toilette ein; dazu habe man bereits eine fünfstellige Summe zusammengetragen. Als Zeichen der Anerkennung werteten die AG-Vertreter auch, dass sie inwischen sehr häufig und beinahe selbstverständlich von verschiedenen Behörden um sachverständigen Rat gefragt würden. Jutta Sturm-Heidler stellte heraus, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt Bamberg insgesamt sehr positiv bewertet werden könne. Die Bemühungen der Stadt, trotz Geldmangels die Pflasterung in der Fußgängerzone gehbehindertengerecht umzugestalten, erkenne man sehr an. Man wünsche sich auf Sicht eine Vernetzung dieser "Gehspuren". Auf Verwunderung stieß die Mitteilung der AG-Vertreter, dass es inzwischen in Bamberg kein Taxi mehr gebe, das in der Lage sei, einen Rollstuhlfahrer zu transportieren. Das sei um so notwendiger, weil der Behinderten-Fahrdienst z.B. der Malteser offensichtlich immer mehr abgebaut werde. In vergleichbaren Städten gebe es oft gleich mehrere geeignete Taxis. Man hoffe, dass auch in Bamberg bald wieder wenigstens ein solches Taxi geordert werden könne, zumal dieses auch von anderen Fahrgästen genutzt werden könne.Für die überparteilich-freie Stadtratsfraktion stellte Fraktionsvorsitzender Dieter Weinsheimer heraus, dass man seitens der Stadt gerne für Verbesserungen sorge, insbesondere dann, wenn man wisse, dass die Betroffenen sich auch einsatzbereit um Selbsthilfe bemühen würden. | ||