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Berufung ins Künstlerhaus "eine Ehre"Überparteiliche Bürger-Gemeinschaft unterhielt sich mit scheidenden Stipendiatenvgl. FT vom 4.4.01 Freundliche Worte über Bamberg und die Bamberger fanden Stipendiaten des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in einem Gespräch mit einer Delegation der Überparteilichen Bürger-Gemeinschaft (ÜBG e.V.). Eigentlich wollte man von den scheidenden Künstlern nur einen Rückblick über ein Jahr Aufenthalt in Bamberg hören, dann fragten diese aber zurück, wie denn die Bamberger das Künstlerhaus und die Künstler sähen. Neben sechs Stipendiaten beteiligten sich an dem Meinungsaustausch auch der Bamberger Künstler Mike Rose, die stellvertretende Vorsitzende des "Freundeskreises des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia e.V." Andrea Hochmuth und der Direktor des Internationalen Künstlerhauses Dr. Bernd Goldmann. "Bamberg ist sehr schön und es gibt auch eine Menge zu sehen", meinte der aus Frankfurt stammende Komponist und Pianist Frank Gerhardt. "Ich habe in diesem Jahr keine einzige Unfreundlichkeit erlebt", schilderte der ungarische Maler Akos Birkas´ seine Eindrücke. "Seit meinem ersten Aufenthalt in Bamberg vor 30 Jahren hat sich sehr viel verändert" bemerkte die Schriftstellerin Hannelies Taschau. Direktor Goldmann bemerkte: "Ich bin gerne hier". Die kritischen Anmerkungen betrafen weniger die Bamberger Bürger, eher die Repräsentanten von Politik und Wirtschaft. "Unsere Veranstaltungen sind gut besucht", stellte Dr. Goldmann fest; Interesse und Unterstützung seien insbesondere durch den neu geschaffenen Freundeskreis für das Internationale Künstlerhaus dauerhaft gegeben. Über die Distanz einiger maßgebender Politiker zum Künstlerhaus sei er aber verwundert. Das liege vielleicht daran, dass das Haus sehr gut geführt sei und es keine Probleme gebe, mutmaßte StR Dr. Helmut Täuber in seiner Antwort. Der Vorsitzende der überparteilich-freien Fraktion im Stadtrat, Dieter Weinsheimer, erinnerte daran, dass sich seine Fraktion in der Diskussion über die Einrichtung wie die geplanten Baumaßnahmen des Künstlerhauses als einzige eindeutig dafür ausgesprochen habe. Diese positive Grundhaltung gelte auch für Gegenwart und Zukunft. Das Interesse der ÜBG-Bamberger galt sehr den Motiven der Künstler, ein Jahr in Bamberg leben und arbeiten zu wollen. Die Berufung in das Internationale Künstlerhaus in Bamberg sei inzwischen eine Auszeichnung von europäischem Rang, wurde geantwortet; sie gelte deswegen nicht nur jungen oder Nachwuchskünstlern. Aufgrund der günstigen Rahmenbedingungen könne ein Künstler für ein Jahr nach seiner Art leben und arbeiten. Die Einrichtung des Internationalen Künstlerhauses in Bamberg sei "eine ungewöhnliche Leistung" des Freistaates Bayern, wurde unisono anerkannt. ÜBG-Vorsitzender Wolfgang Wußmann fragte, warum in der "Villa Concordia" kein öffentliches Cafe´ eingerichtet werden könne, um den direkten Kontakt mit der Bevölkerung noch besser zu pflegen. Direktor Goldmann sah diesen Wunsch nicht mit der vorgegebenen räumlichen Situation, den erforderlichen Arbeitsbedingungen und dem Rückzugsbedürfnis der Künstler vereinbar. Er wies aber darauf hin, wie oft im Jahr die Villa Concordia zu Ausstellungen, Konzerten, Lesungen, Vorträgen und Festen geöffnet sei, wenngleich dafür meist Eintritt gezahlt werden müsse. Zustimmung fand die von Andrea Hochmuth vorgestellte Idee des "Freundeskreises", ein Netzwerk aufzubauen, um die Verbundenheit der Künstler, wenn sie Bamberg wieder verlassen haben, untereinander und mit der Stadt pflegen zu können. StR Klaus Gallenz wünschte sich, dass die Bamberger, wenn sie Fremden ihre Stadt vorstellen, bald sagen würden: Bei uns gibt es den Dom mit dem Domreiter, das alte Brückenrathaus, die Bamberger Symphoniker, eine Basketball-Bundesliga-Mannschaft, Bamberger Hörnla, ein gutes Bier und das Internationale Künstlerhaus "Villa Concordia". | ||