![]()
|
||
"Wunderburg immer attraktiver"ÜBG besichtigt vorbildlich sanierte Privathäuser im Stadtteilvgl. FT vom 14.4.01 Aktive Denkmalpflege im Verborgenen sah eine Delegation der Überparteilichen Bürger-Gemeinschaft (ÜBG e.V.), die im Rahmen ihrer Aktion "ÜBG unterwegs" den Stadtteil Wunderburg besuchte. Unter der fachkundigen Führung des Bürgervereinsvorsitzenden Leonhard Kaiser konnten die Gäste fünf erst in jüngerer Zeit sanierte oder noch in der Sanierung befindliche Häuser besichtigen - und waren begeistert. "Denkmalpflege wird in Bamberg meist nur im Stadtzentrum unter dem Eindruck lauter Diskussionen gesehen", meinte Kaiser, "dem leisen Bürgerengagement außerhalb der Kernstadt fehlt oft die öffentliche Anerkennung." Eines dieser Häuser aus der Wunderburg könnte ohne Weiteres auch beim "Tag des Denkmals" der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Fünf Häuser in der Bughofer Straße, Holzgartenstraße und Jägerstraße öffneten sich und die Bewohner bzw. Eigentümer zeigten stolz ihre Leistung. Manches Haus sei "nach jahrelangem Leerstand eine komplette Ruine gewesen", bevor es mit viel Arbeits- und Geldeinsatz wieder bewohnbar gemacht wurde. Besonders deutlich erkennbar die Verknüpfung von alter Bausubstanz mit Modernem im "Förtschhaus" der Familie Dubler: Altes ist alt geblieben, Neues ist sichtbar neu schon aufgrund der verwendeten Materialien Glas und Stahl. StR Heribert Gebert kannte noch manches Haus aus der Zeit als die früheren Bewohner darin noch lebten und arbeiteten; er bestätigte: Alle wesentlichen Elemente des Wunderburger Gärtnerhauses sind noch erhalten. Das Ehepaar Hagen zeigte die moderne Nutzung im ehemaligen Stallgebäude der Ulanenkaserne. Die alte, hohe Deckenkonstruktion (preußisches Kappengewölbe) blieb erhalten und bietet jetzt ideale Voraussetzungen für ein Fotoatelier. Auf die Frage des Vorsitzenden der überparteilich-freien Stadtratsfraktion, Dieter Weinsheimer, berichteten alle Bauherren, dass die Zusammenarbeit mit den zuständigen Ämtern - manchmal erst nach anfänglichen Irritationen - insgesamt konstruktiv war. "Aufeinander zugehen und von Notwendigkeiten überzeugen", sei die richtige Devise, meinten Frau Jakob und Herr Beßner, die durch ihren Garten bzw. ihre Baustelle führten. Der Vorsitzende der ÜBG, Wolfgang Wußmann, dankte Leo Kaiser für die gelungene Auswahl der Häuser und dass sich die Türen geöffnet hätten. Die "Überparteilichen" stellten fest: "Die Wunderburg wird immer attraktiver". | ||