freie Wähler in Bamberg

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Schwerpunkt Jugendarbeit

ÜBG im Gespräch mit der Amtsleiterin

vgl. FT vom 27.6.01

Mit dezentralen Jugendtreffs können nicht alle Probleme gelöst werden - aber manche Brennpunkte lassen sich entschärfen. Zu diesem Fazit kam man bei einem Gespräch, das die überpartreilich-freie Stadtratsfraktion der ÜBG mit der Leiterin des städtischen Jugendamts, Frau Christine Behringer-Zeis führte. Die ÜBG-Stadträte interessierten sich für den Stand der Dinge bezüglich des Jugendtreffs "Malerviertel" und diskutierten grundsätzlich über ein Konzept für eine zukunftsweisende Jugendarbeit in der Stadt. Fraktionsvorsitzender Dieter Weinsheimer erklärte die Jugendpolitik zu einem Schwerpunkt seiner Fraktion. Dabei müsse man die Probleme der Erwachsenenwelt mit Jugendlichen von den Problemen unterscheiden, die Jugendliche selber hätten. Bei dem Wunsch nach akzeptablen Treffpunkten kämen die Bedürfnisse von Jugendlichen und Erwachsenen zusammen; die Jugendlichen wollen sehen, "ob man etwas für sie übrig hat", die Erwachsenen erhoffen sich von so einer Einrichtung mehr Sicherheit und Ruhe vor ihrer Haustüre. Weinsheimer stellte in diesem Zusammenhang den beharrlichen Einsatz seiner Fraktion für die Einrichtung eines Jugendtreffs im Bereich des Malerviertels heraus.

Frau Behringer-Zeis zeigte die Schwierigkeiten auf, die immer noch die Realisierung des Jugendtreffs Malerviertel behinderten; sie hoffe jedoch, dass im September 2001 der Betrieb aufgenommen wird. Die allgemeinen Ausführungen der Jugendamtsleiterin zur Jugendarbeit in Bamberg wurden von der ÜBG-FW-Fraktion interessiert aufgenommen. Insbesondere Aussagen wie "Es geht nicht, für jede Zielgruppe eigene Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen", "Nicht unkoordiniert auf Problemfelder stürzen, sondern die Angebote verschiedener Einrichtungen und Gruppen bündeln", "Anbieter vor Ort und freie Träger einbinden" stießen auf Zustimmung. Stadtrat Dr. Helmut Täuber brachte es für die Fraktion auf den Punkt: "Zukunftsweisende, bezahlbare Konzepte müssen auch die sozialen Kompetenzen in der Bürgerschaft mit einbeziehen".

Fraktionsvorsitzender Weinsheimer versicherte, dass die ÜBG-Fraktion nicht bei der Jugendarbeit den Rotstift ansetzen werde, Zuwächse sich aber in engen Grenzen halten müssten. Von den Stadträten Peter Röckelein und Klaus Gallenz wurde noch die Entwicklung der Kinder-Einrichtungen in der Stadt angesprochen. Es stelle sich die Frage, wie die Stadt konzeptionell und politisch dazu beitragen könne, z.B. frei werdendes Kindergarten-Personal in anderen Einrichtungen zu beschäftigen.