freie Wähler in Bamberg

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Die Ziele modifizieren"

ÜBG-Überlegungen zur Verkehrspolitik

vgl. FT vom 8.9.01

Die überparteilich-freie Fraktion der ÜBG will in der Verkehrspolitik "über Brücken gehen", wenn sich solche zusammen mit anderen Fraktionen bauen lassen. Mit diesen Worten fasste Vorsitzender Weinsheimer die Haltung seiner Fraktion zusammen, als es um Einzelfragen zum neuen Verkehrsentwicklungsplan für Bamberg ging. Das Nein zur Bergverbindungsstraße sei eigentlich das einzige Thema, bei dem es für die ÜBG-Fraktion keine Kompromisse gebe, stellte StR Klaus Gallenz fest. Über vieles andere könne man reden. Für die Einrichtung einer Tiefgarage für die Promenaden-Passage und ein Signal für eine Parkeinrichtung auf dem Witt-Gelände müsste es bereits eine Mehrheit im Stadtrat geben. Die Installierung eines dynamischen Verkehrsleitsystems zur Verringerung des Suchverkehrs im Stadtbereich sei "nur noch" eine finanzielle Frage. Der Bau der Kronacher Straße und die vorrangige Bereitstellung von Mitteln dafür, besitze für die ÜBG erste Priorität. "Um eine bessere Verkehrsanbindung für die Klinik St. Getreu und die Altenheime zu erreichen, sind wir gesprächsbereit", betonte Dieter Weinsheimer.

Der verkehrspolitische Sprecher der ÜBG-Fraktion, Klaus Gallenz hob hervor, dass in der Bamberger Verkehrspolitik bei der Realisierung von Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und der Rangstellung der verschiedenen Verkehrsteilnehmer neu nachgedacht werden müsse. Die Verkehrspolitik der vergangenen 15 Jahre habe darauf gesetzt, dass sich das Verkehrsaufkommen verringere und das Fahrverhalten entsprechend verändere - beides sei nicht im erhofften Maße eingetreten. Die diversen Verkehrsberuhigungs- und -umlenkungsmaßnahmen hätten nur zum Teil zum Erfolg geführt; manche Stadtbereiche fühlten sich sogar benachteiligt. Nach Meinung von Klaus Gallenz müssten die Ziele der Verkehrspolitik in Bamberg modifiziert werden: Die Erreichbarkeit der Innenstadt müsse mit ÖPNV und Auto gleichermaßen möglich sein; die durch Verkehrsberuhigungsmaßnahmen gewonnenen Vorzüge müssten sich in Zukunft gerechter verteilen. Gallenz: "Bei etwas mehr Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen im Stadtrat müsste es möglich sein, wieder Bewegung in die Bamberger Verkehrspolitik zu bringen".