freie Wähler in Bamberg

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Für Ganztagsschule plädiert

ÜBG Bamberg wirkte erstmals bei FW-Landesversammlung mit

vgl. FT vom 29.11.01

Die Überparteiliche Bürger-Gemeinschaft e.V. Bamberg ist seit knapp einem Jahr korporatives Mitglied der Freien Wähler (FW) in Bayern. Am Wochenende waren erstmalig drei Delegierte aus Bamberg bei einer Landesversammlung in München. Wichtigstes Ergebnis war die Verabschiedung einer Resolution zur Schulreform und Finanzausstattung der bayerischen Kommunen. Der Einstand der Bamberger war insofern positiv, weil sie in die Debatte über diese Resolution einen Änderungs-antrag einbrachten, der zwar heftig diskutiert, schließlich aber von einer großen Mehrheit der anwesenden Delegierten gebilligt wurde. Auf der Landesversammlung wurde deutlich, dass die FW auf kommunaler Ebene eine gewichtige Kraft in Bayern sind: 40 Prozent des Wähleranteils, jeder dritte Bürgermeister und neun Landräte gehören zu den Freien Wählern.

Die Bamberger Delegierten waren die ÜBG-Stadträte Dieter Weinsheimer und Dr. Helmut Täuber sowie Peter Hoffmann von der Aktionsgemeinschaft Freie Wähler Bamberg. In der Debatte über die Resolution der Landesversammlung ging es auch um die Ganztagsschule. Die FW unterstützen die Forderung, dass ausgewählte und dafür geeignete Schulen je nach Bedarf zu Ganztagsschulen gemacht werden. Dabei handele es sich um die Erfüllung eines gesellschaftspolitisch gebotenen staatlichen Erziehungsauftrags, der auch aus staatlichen Mitteln bezahlt werden müsse. Es dürfe nicht sein, dass das Schulministerium notwendige Maßnahmen erlässt, sich dann aber aus der finanziellen Verantwortung stiehlt. StR Weinsheimer erläuterte in seinem Redebeitrag, dass der von der CSU favorisierten Nachmittagsbetreuung enge Grenzen gesetzt seien und dieses Modell nicht mit den Vorteilen einer Ganztagsschule vergleichbar sei. Weinsheimer betonte, dass die Familie gerade bei der Erziehung Vorrang habe. Aber immer mehr Familien seien aus verschiedenen Gründen ihrem Erziehungsauftrag nicht mehr gewachsen und deshalb auf verstärkte staatliche Unterstützungsmaßnahmen angewiesen. Dazu biete sich insbesondere die Schule an. Eine Ganztagsbetreuung insbesondere von schwierigen Schülern komme der ganzen Gesellschaft zugute. In dem angenommenen Antrag der Bamberger hieß es weiter, dass die bedarfsorientierte Ganztagsschule ab dem nächsten Schuljahr Schritt für Schritt der Nachfrage und der Haushaltslage gemäß eingeführt werden müsse.

Am Rande der Versammlung trafen die Bamberger auch Delegierte aus anderen Gebieten. So konnte im Gespräch mit den Bayreuther FW, die mit zehn Mandatsträgern im Stadtrat säßen, manche Erfahrung ausgetauscht werden.