freie Wähler in Bamberg

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"Vorerst nicht zumutbar"

ÜBG hält an VGN fest, sieht aber noch Probleme

vgl. FT vom 23.5.01

Die Erweiterung der Verkehrs-Gemeinschaft Nordbayern (VGN) nach Bamberg sieht die überparteilich-freie Stadtratsfraktion der ÜBG in der jetzigen Situation nach wie vor kritisch. Das Ziel allerdings, diesem ÖPNV-Verkehrsverbund bald beizutreten, habe man verfolge man auch weiterhin nachdrücklich, betonte Fraktionsvorsitzender Dieter Weinsheimer. Aber dieses Ziel kann nur durch eine allgemein akzeptierte Konstruktion und mit vertretbaren Belastungen erreicht werden.

StR Dr. Helmut Täuber berichtete über den derzeitigen Sachstand der Überlegungen, die mit der Region Bamberg-Forchheim zu tun hätten. Die VGN habe derzeit noch ungelöste Probleme zwischen den Gebietskörperschaften, die an ihr beteiligt sind. Für die Stadt Bamberg würde ein Anschluss in nächster Zeit erhebliche finanzielle Nachteile bedeuten, insbesondere wegen des gültigen Regionaltarif-Systems. Anders sähe es aus, wenn die Fahrpreise nach der tatsächlich gefahrenen Strecke bezahlt werden müssten. "Wir können unseren Stadtbus-Fahrgästen nicht zumuten, dass sie wegen eines VGN-Anschlusses höhere Tarife in Kauf nehmen müssen", meinte Dr. Täuber. Die Interessen zwischen dem Landkreis und der Stadt Bamberg seien auch deshalb unterschiedlich. Diese Ungereimtheiten müssten also erst beseitigt werden, dann stehe einem Beitritt der Stadt Bamberg zum VGN nichts mehr im Wege. Diese klare Haltung sei auch notwendig, um deutlich zu machen, dass der Wirtschaftsraum Forchheim-Bamberg Selbstbewusstsein über seine Stärken gegenüber dem Ballungsraum Nürnberg-Fürth-Erlangen besitze. Rätselhaft sei der ÜBG-Fraktion, wie die SPD die Genehmigung der S-Bahn-Strecke "in Richtung Bamberg" durch die rot-grüne Bundesregierung begrüßen könne (FT vom 12.5.); reiche diese Strecke doch nur bis Forchheim - das habe man geflissentlich verschwiegen.

Fraktionsvorsitzender Weinsheimer regte an, sich schon bald mit dem Forchheimer Landrat Reinhardt Glauber über die mögliche weitere Entwicklung der Region Bamberg-Forchheim einem Gespräch zusammen zu setzen.