freie Wähler in Bamberg

 Pressemitteilungen

Beim Thema Tagungshotel marktgerecht vorgehen

ÜBG will Voraussetzungen für Wettbewerbsfähigkeit schaffen

vgl. FT vom 16.1.01

"Hat das Windhundrennen um ein Multiplex-Kino letztlich nicht doch zum Erfolg geführt?" fragte Fraktionsvorsitzender Dieter Weinsheimer als es in der überparteilich-freien Fraktion um die Weichenstellung für die Zukunft des Ziegelbaus und die Akquisition für ein weiteres Tagungshotel ging. In der Fraktion ist man sich einig, dass die vom Stadtrat beschlossenen Maßnahmen rasch umgesetzt werden müssen. StR Peter Röckelein forderte, dass darüber hinaus auch die Voraussetzungen für einen Wettbewerb geschaffen werden. Bisher sei dieses wichtige Projekt den Interessenten nacheinander angeboten worden und erschien eher wie das sprichwörtliche "sauere Bier"; in Zukunft müsse auf der Basis von gleichen Bedingungen und Möglichkeiten parallel verhandelt werden.

Unter der Federführung von StR Peter Röckelein setze sich die ÜBG-Fraktion schon seit Jahresfrist für ein selbstbewussteres, flexibles und marktgerechtes Vorgehen bei der Lösung der Konzerthallen-Ziegelbau-Hotel-Frage ein. Ein erster notwendiger Schritt, endlich ein attraktives Präsentationskonzept für "Bamberg als Tagungsort" zu erstellen, sei durch einen gemeinsamen Antrag von ÜBG- und CSU-Fraktion in die Wege geleitet worden. Dabei wollen es die Überparteilichen aber nicht belassen. Peter Röckelein erinnerte daran, dass sich die Fraktion in eigener Initiative immer wieder bei kompetenten Fachleuten kundig gemacht und entsprechende Anträge gestellt habe. Jetzt schlage man vor, auf der Basis eines Präsentationskonzepts ein Projekt-Vermittlungsbüro einzuschalten, um endlich in den Wettbewerb eintreten zu können. Es sei üblich, dass ein solches Büro auf der Basis einer Erfolgsbeteiligung honoriert werde.

Als weiterer Anreiz müsse auch die Herauslösung der Vermarktungs-Geschäftsfelder aus der herkömmlichen Ämterstruktur in Angriff genommen werden. Nach Meinung von StR Dr. Helmut Täuber böten sich dazu als Alternativen die Bildung eines sog. Kommunalunternehmens oder einer GmbH an. "Mit herkömmlichen Strukturen wird man der Dynamik des Marktes jedenfalls nicht mehr gerecht", meinte Dr. Täuber. Auch der anerkannt attraktive Tagungsort Bamberg müsse sich dem Wettbewerb stellen. Weil es aber in diesem Geschäftsfeld auf flexibles Agieren, schnelles Entscheiden und Handeln ankomme, so Täuber, müsse ein hohes Maß an Unabhängigkeit von der Politik gewährleistet sein. Für das Politikverständnis und Denken einer unabhängig-freien Fraktion sei das kein Problem, meinte Fraktionsvorsitzender Weinsheimer. Er plädierte dafür, das Hallenmanagement der Zukunft integriert zu sehen, zusammen mit dem Tourismus- und Kongressservice, der Wirtschaftsförderung und ggf. mit der neuen Großhalle "Forum". Nach Meinung von Weinsheimer könne eine solche Bündelung der Kräfte Reibungsverluste vermeiden, Synergien freisetzen und die Koordination auf der operativen Ebene erleichtern. Diese "Dienstleistungsagentur" müsse zudem geeignet sein, mit den Tourismus-Organisationen der Umgebung sowie mit Anbietern von Kultur- und Sportereignissen strategische Allianzen zu bilden.